Spice, Mamba und Co. - synthetische Cannabinoide und andere Legal Highs

Wissenschaft
Diskussion
04.11.2017 - 14:30 bis 15:15
Stage III

Session abstract: 

Mit dem breit beworbenen Produkt “Spice” kamen die Legal Highs massiv in die öffentliche Diskussion. Zunächst als harmlose “Kräutermischung” beworben, stand nach Recherchen verschiedener Stellen schnell fest, dass die Substanz JWH 018 der eigentliche Wirkstoff war. Nach der Aufnahme dieser Substanz ins Betäubungsmittelgesetz entstanden sofort Nachfolgeprodukte mit anderen Wirkstoffen.

Die ständige Weiterentwicklung neuer psychoaktiver Substanzen stellte Regierungen weltweit vor ein neues Problem: Verbote konnten nicht so schnell erlassen werden, wie Produzenten ihre Substanzen chemisch veränderten. Staaten wie Australien und Deutschland griffen zum Verbot ganzer Stoffgruppen, wobei selbst theoretisch beschriebene Substanzen illegalisiert wurden, die weltweit noch nie nachgewiesenermaßen existiert haben.

Konsumenten neigen, insbesondere in repressiven Umfeldern, zum Konsum dieser teils völlig unbekannten Substanzen. Die Verbotsspirale treibt Produzenten dazu, immer neue, unerforschte und potentiell gefährlichere Substanzen einzusetzen.

Welche Lösungsansätze gibt es auf staatlicher und gesellschaftlicher Ebene? Welche Sicherheitshinweise sollten Konsumenten beachten? Wie wird die Entwicklung in den nächsten Jahren sein? Darüber diskutieren Vertreter aus Politik, Drogenberatung und Strafverfolgungsbehörden.

Session Video: